Imperia Konstanz Von Peter Lenk

Die deutsche Bodensee-Stadt Konstanz besitzt seit 1993 mit der Imperia eines der originellsten Stadtwahrzeichen der Bundesrepublik. Die aus Beton gegossene, neun Meter hohe Frauenfigur wiegt 18 Tonnen und wurde auf Initiative des städtischen Fremdenverkehrsvereins im Einvernehmen mit den damals noch bundesbahneigenen Bodensee-Schiffsbetrieben beim im Landkreis Konstanz einheimischen Bildhauer Peter Lenk (geboren 1947) in Auftrag gegeben. Peter Lenk, der durch ungewöhnlich skurrile, nicht selten auch provozierende, Skulpturen und Kunstaktionen auf sich aufmerksam gemacht hatte, sollte auf dem Sockel eines alten Molenturms an der Hafeneinfahrt von Konstanz ein prägnantes Denkmal errichten. Das Ergebnis war das wohl weltgrößte Denkmal für eine Kurtisane. Kritiker, unter anderem aus Kirchenkreisen, die auf den unzüchtigen Zusammenhang hinwiesen, wurden von den staatlichen und kommunalen Stellen unter Hinweis auf den Privatgrundstückscharakter der Mole an die Bundesbahn verwiesen.

Die gesamte sandfarbene Figur wurde auf einer Drehkonstruktion installiert, auf der sich die Imperia alle vier Minuten einmal um sich dreht. Die bewegliche Kurtisane ist trotz heftiger Proteste aus konservativen Kreisen von der Stadtbevölkerung rasch als Wahrzeichen angenommen worden und wird auch von den meisten Touristen als Besonderheit begeistert wahrgenommen.

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