Mad Circus
„Wenn ich nicht Clown geworden wäre, wäre ich Mörder geworden.“ Ein Zirkus, eine Freakshow: Javier tritt in die Fußstapfen seines Vaters und wird Clown. Damals kämpfte sein Vater im spanischen Bürgerkrieg gegen die Faschisten, Francos Truppen, und wurde dabei getötet. Javier will ihn rächen und tritt einem Zirkus bei. Dort trifft er Sergio, den lustigen Clown.
Dieser ist jedoch in seinem realen Leben alles andere als lustig, sondern ein gewalttätiges Machoschwein, das seine Frau Natalie, die anmutige Trapezkünstlerin, vergewaltigt und bis zur Bewusstlosigkeit prügelt. Liebe, Begehren und Rache fressen sich durch Javiers Seele und reißen ihn immer tiefer in den Strudel der Unmenschlichkeit.
Entwürdigt und gedemütigt wird er zu einem Monster ohne Moral, das seinem Rivalen das Gesicht zerfetzt und auch sich selbst übel zurichtet. Eine mörderische Hetzjagd beginnt.
Mad Circus ist eine bombastische Bilder- und Gewaltorgie, ein wilder Ritt, der mitten im Wahnsinn beginnt und immer irrer wird. Düster und kompromisslos knall er wie eine Bowlingkugel durch den ganzen Unsinn von Liebe und Krieg. Dabei ist Mad Circus keineswegs einfach nur ein Splatterfilm. Álex de la Iglesia verfilmt einen innerlichen Widerspruch, der durch Spaniens Geschichte geschaffen wurde und bis heute in den Spaniern zu finden ist: „Ich mache diesen Film, um einen Schmerz in meiner Seele zu lindern, der sich nicht so leicht entfernen lässt wie etwa Ölflecken aus der Kleidung. Ich gehöre zu einer Generation, die mit einer wunderbaren aber auch sehr traurigen Vergangenheit zurechtkommen muss.“
Sergio, der böse Clown, ist ein Symbol für die Diktatur Francos, der traurige Clown Javier ein Symbol für den Wiederstand. Die schöne Natalie verkörpert den Masochismus Spaniens, das sich von seiner Geschichte bis heute nicht erholen kann.
Spieltermine: 2.-13.
Februar 2012
Dieser ist jedoch in seinem realen Leben alles andere als lustig, sondern ein gewalttätiges Machoschwein, das seine Frau Natalie, die anmutige Trapezkünstlerin, vergewaltigt und bis zur Bewusstlosigkeit prügelt. Liebe, Begehren und Rache fressen sich durch Javiers Seele und reißen ihn immer tiefer in den Strudel der Unmenschlichkeit.
Entwürdigt und gedemütigt wird er zu einem Monster ohne Moral, das seinem Rivalen das Gesicht zerfetzt und auch sich selbst übel zurichtet. Eine mörderische Hetzjagd beginnt.
Mad Circus ist eine bombastische Bilder- und Gewaltorgie, ein wilder Ritt, der mitten im Wahnsinn beginnt und immer irrer wird. Düster und kompromisslos knall er wie eine Bowlingkugel durch den ganzen Unsinn von Liebe und Krieg. Dabei ist Mad Circus keineswegs einfach nur ein Splatterfilm. Álex de la Iglesia verfilmt einen innerlichen Widerspruch, der durch Spaniens Geschichte geschaffen wurde und bis heute in den Spaniern zu finden ist: „Ich mache diesen Film, um einen Schmerz in meiner Seele zu lindern, der sich nicht so leicht entfernen lässt wie etwa Ölflecken aus der Kleidung. Ich gehöre zu einer Generation, die mit einer wunderbaren aber auch sehr traurigen Vergangenheit zurechtkommen muss.“
Sergio, der böse Clown, ist ein Symbol für die Diktatur Francos, der traurige Clown Javier ein Symbol für den Wiederstand. Die schöne Natalie verkörpert den Masochismus Spaniens, das sich von seiner Geschichte bis heute nicht erholen kann.
Spieltermine: 2.-13.
Februar 2012
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